Max Uhlig

Montagne de Bluye (nord), 1992

Öl auf Leinwand

 

Max Uhlig wurde 1937 in Dresden geboren und studierte nach einer Ausbildung als Schrift- und Schildermaler ab 1955 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Max Schwimmer und Hans Theo Richter. 1963 schloss er seine Ausbildung als Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin ab. Von 1964 an war der Künstler freischaffend tätig und richtete sich 1965 ein Atelier im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz ein. Dort entstanden zunächst zahlreiche Lithographien zur Literatur. Ab 1975schuf er großformatige Arbeiten, in denen er vor allem Landschaften, Stillleben und Bildnisse thematisiert. Mehrere Rügen-Aufenthalte inspirieren ihn zu Beginn der 1980er Jahre zu Aquarellen und Zeichnungen. 1989 war Max Uhlig Gastdozent an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und 1991 an der Internationalen Akademie für Kunst und Gestaltung in Hamburg. Ab 1995 hatte er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden inne.

Bis in die 1970er Jahre erlangte Max Uhlig vor allem als Graphiker großes Ansehen. Seither nehmen Porträt- und Landschaftsmalerei in seinem Werk einen gleichrangigen Stellenwert ein. Seine Figuren und Landschaften stehen „unter der Bedingung eines dauernden Werdens und Vergehens“, unter dem ewigen Rhythmus der Natur, hinter den das Momenthafte, Alltägliche als flüchtige und vergängliche Impression zurücktritt. Die Arbeit Montagne de Bluye (nord) von 1992 gehört zu einer ganzen Serie von Bildern, in denen Max Uhlig die Gebirgslandschaft der Provence in Südfrankreich darstellt. In seiner typischen freien Strichführung charakterisiert er die Landschaft mit ihren Formen und Farben.

Das Oeuvre Max Uhlig’s zeichnet sich durch Konsequenz der stilistischen Entwicklung und eine unverwechselbare, eindringliche Bildsprache aus. Insbesondere unter Berücksichtigung der politischen Umstände in der DDR. Bemerkenswert ist Uhligs Standhaftigkeit und Beharrlichkeit in der DDR, mit der er unbeirrt Haltung und freien Geist bewies.

Max Uhlig lebt und arbeitet in Dresden.